Untersuchung Schadstoffe im Haus

Untersuchung Schadstoffe im Haus, ein Bericht aus der Praxis.

Untersuchung Schadstoffe im Haus – Wie funktioniert das? Was kostet das im Fall von einem Einfamilienhaus? Schadstoffe im Haus können manchmal in verstärkten Konzentrationen in der Raumluft von älteren Häusern nachgewiesen werden.

Aus Innenraum Untersuchungen beispielsweise in Fertighäusern aus den 70iger und 80iger Jahren konnten in einigen Häusern verschiedene Schadstoffe nachgewiesen
werden und bei massiv gebauten Häusern aus diesen Baujahren in Dachräumen.

Bei einem Immobiliencheck vor dem Hauskauf hatte ich ein Fertighaus Baujahr 1970 zu
untersuchen und zu bewerten. Da im Haus Gerüche wahrnehmbar waren empfahl ich
einen Fachmann für eine Raumluftprüfung hinzuzuziehen. Es erfolgte eine Prüfung auf Formaldehyd und Acetaldehyd, auf Holzschutzmittel wie PCB, TeCP und Lindan,
Chloranisole, Chlornaphthaline, auf Ameisensäure und Essigsäure in der Raumluft. Die Probeentnahmen erfolgten im unbelüfteten Raum.

Die Formaldehyd-Messwerte von 190 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft stellen eine hohe Belastung dar. Grenzwerte liegen bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft. Bei höheren Messwerten kann ein krebserzeugendes Risiko nicht ausgeschlossen werden.

Einen  wesentlichen  Einfluss auf die Luftbelastung durch Formaldehyd haben die
Luftfeuchte, die Raumtemperatur sowie die Möblierung. Bei erhöhter Luftfeuchtigkeit und
erhöhter Temperatur wird mehr Formaldehyd freigesetzt als bei trockener Luft unter 45%
Luftfeuchtigkeit.

Als häufigste Quellen für eine Formaldehyd-Freisetzung bei Häusern aus den 70iger und 80iger Jahren in Innenräumen kommen Pressspan (Möbel, Paneelen), Bodenbeläge (Parkett, Laminat), mit SH-Lacken behandelte Oberflächen, Textilien, Deko-Stoffe, Tapeten und Zigarettenrauch in Frage.

Bei Materialien aus Pressspan tritt Formaldehyd aus nicht furnierten Schnittflächen und aus Bohrlöchern in die Innenräume aus. Für Holzschutzmittel wurden folgende
Grenzwerte festgelegt:
PCB 100 ng/m³ Raumluft
TeCP 100 ng/m³ Raumluft
Lindan 100 ng/m³ Raumluft
Die Herkunft von vorgefundenen Holzschutzmittel-Wirkstoffen in Häusern aus den 70iger und 80iger Jahren ist vorrangig in der Imprägnierung des Holzständerwerkes und des Dachgebälks zu sehen. Chloranisole in der Raumluft mit einem Geruchswert über 1 sind geruchlich wahrnehmbar.Es entsteht ein muffiger Geruch. Chlornaphthaline in der Raumluft  waren in einer Konzentration von 1200 ng/m³ nachweisbar. Die Geruchsschwelle für 1-Chlornaphthalin liegt zwischen 500 – 1000 ng/m³. Chlornaphthaline wurden in den 70iger und 80iger Jahren häufiger als pilzwidriger Zusatz in imprägnierten
Pressspanplatten V100G in Außenwänden von Fertighäusern oder in den Wänden von
Feuchträumen wie Bäder und Küchen eingebaut.

Die vorgefundenen Raumluftkonzentrationen für Ameisensäure und Essigsäure lagen
deutlich über den zulässigen Grenzwerten. Ameisen- und Essigsäure sind schleimhautreizende Substanzen. Bei längerem Kontakt mit diesen Säuren über die Atemluft kommt es zu Beschwerden der Atemwegsschleimhäute. Die Herkunft der
Carbonsäuren ist vorwiegend der Emission aus Pressspan zuzuschreiben. Als Quelle kommen die Pressspan-Bauteile des Fertighauses in Betracht.

Erfolgte Raumluftuntersuchungen in alten Häusern können von einem umweltmedizinischen Arzt zur Beurteilung möglicher gesundheitlicher Beschwerden
herangezogen werden. Untersuchung Schadstoffe im Haus:

Das untersuchte Haus muss grundlegend und mit hohem Aufwand saniert werden.

Die Begutachtung der Raumluft hat für dieses Einfamilienhaus insgesamt 1.500,00 Euro
gekostet. Der Kunde hat das Haus nicht gekauft. Er hat zwar mein Gutachten für den
Immobiliencheck und das des Raumluftspezialisten bezahlen müssen, hat aber dadurch sehr viel Geld gespart und seiner Gesundheit keine unnötigen Gefahren ausgesetzt.
Manchmal lohnt es sich nachzufragen wer das Haus errichtet hat. Oftmals findet man
dann Beiträge und Lösungen in der Google-Suche zu diesem Thema.
Untersuchung Schadstoffe im Haus

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