Bodengutachten erstellen lassen

Bodengutachten erstellen lassen.

Für den geplanten Neubau sollte man ein Bodengutachten erstellen lassen. Bodengutachten erstellen lassen – warum?
Für die Gründung und Abdichtung einer Immobilie dient ein Bodengutachten als Grundlage zur statischen Berechnung des Gebäudes. Ferner wird klar empfohlen, nach welchen Normen die Abdichtung des Hauses zu erfolgen hat. Das Gutachten geht auf den Grundwasserstand ein und auf eine eventuelle Erdbebengefährdung. Im Bodengutachten heißt es dann beispielsweise: Das Baugrundstück befindet sich in einem Gebiet der Erdbebenzone 1.

Welche Normen muss der Baugrundgutachter zur Bearbeitung eines Bodengutachtens kennen und anwenden? Es sind einige Normen, Regelwerke und sonstigen Bauvorschriften, unter anderem:

Die DIN 4021 „Baugrund; Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen sowie Entnahme von Proben“.
DIN 4022 „Baugrund und Grundwasser: Benennen und Beschreiben von Boden und Fels; Schichtenverzeichnis für Bohrungen ohne durchgehende Gewinnung von gekernten Proben“.
DIN 1054 „Baugrund – Sicherheitsnachweise in Erd- und Grundbau“. DIN 1054 „Baugrund; Zulässige Belastung des Baugrundes – Anhang C“.

DIN 18300 „VOB – Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen: Teil C – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen; Erdarbeiten“.
DIN 4124 „Baugruben und Gräben; Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten“.
DIN EN 1997-1 „Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, Teil 1: Allgemeine Regeln“.

Welche Unterlagen benötigt der Bodengutachter vom Bauherren und Auftraggeber? Für Bearbeitung des Gutachtens liegen bei einem Einfamilienhaus meistens folgende Planunterlagen zugrunde:
Die Lageplanskizze im Maßstab 1 : 500 oder 1: 1000
Pläne vom Kellergeschoss, Erdgeschoss und Dachgeschoss im Maßstab 1 : 100,
der Querschnitt durch das Wohnhaus mit Höhenangaben im Maßstab 1 : 100,
die Ansichten aus den 4 Himmelsrichtungen im Maßstab 1 : 100.

Andere Karten hat der Baugrundgutachter in seinem Archiv wie beispielsweise eine Geologische Übersichtskarte im Maßstab 1 : 200.000 und eine Topografische Karte von Deutschland im Maßstab 1 : 25.000.

Aufgrund der Planunterlagen legt der Bodengutachter die Lage der Rammkernsondierungen fest. Beim Einfamilienhaus sind dies meist nur 2 diagonal an den Hausecken liegende Punkte für die Tiefenbohrungen. Von der Straße nimmt er einen Kanaldeckel als Höhenbezugspunkt.

Nach den Rammsondierungen erstellt er das Bodengutachten mit den wichtigen Berechnungsgrundlagen und Empfehlungen zur Abdichtung des Gebäudes.

Für einen Neubau sollte man daher ein Bodengutachten erstellen lassen.
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